Antisemitismus – eine deutsche Geschichte

Gespräch mit Peter Longerich

Der Anschlag auf die Synagoge in Halle 2019 hat nicht nur gezeigt, wie gefährlich die Lage für Juden in Deutschland geworden ist – die Debatte hat auch offengelegt, dass antijüdische Einstellungen schon lange in der Mitte der Gesellschaft existieren. Peter Longerich, renommierter Historiker und Mitautor des 2012 veröffentlichten ersten Antisemitismusberichts des Deutschen Bundestags, zeigt, dass wir den gegenwärtigen Antisemitismus in Deutschland nicht begreifen können, wenn wir ihn vor allem als Sündenbock-Phänomen verstehen, wie es hierzulande in Schule und Hochschule gelehrt wird. Denn der Blick in die Geschichte offenbart, dass das Verhältnis zum Judentum bis heute vor allem ein Spiegel des deutschen Selbstbildes und der Suche nach nationaler Identität geblieben ist. Ein brisantes Buch, das mitten in die aktuelle Debatte stößt. Im Gespräch mit Peter Longerich tauchen wir ein in das Buch. 

Temple of Refuge

Bildgewaltig. So lässt sich der Comic „Temple of Refuge“ zusammenfassen. Auf über 80 Seiten kommt der Band ohne Worte aus. Er soll nach dem Willen des Initiators Sartep Namiq für alle Menschen verständlich sein. Namiq flüchtete 2016 als Kurde aus dem Irak und lebte dann zusammen mit 900 weiteren Geflüchteten für über ein Jahr in der Notunterkunft in Berlin Tempelhof. Während viele in diesem Jahr der Mut verließ, wandte sich Sartep Namiq an die „Neuen Auftraggeber“, die Menschen bei ungewöhnlichen Ideen unterstützt. Seine Idee: Künstler sollten zusammen mit ihm einen Comicband erstellen, der seine Erfahrungen von Flucht, Notunterkunft,
Ankommen und Zukunft verarbeiten sollte. Nach vielen Treffen nahm der Plan Gestalt an.
Im Gespräch mit Alexander Koch und Felix Mertikat nähern wir uns dem Comic.

Kampfkultur und Brunnenbau

Sönke Neitzel untersucht in seiner Studie »Deutsche Krieger« 150 Jahre deutscher Militärgeschichte. Der Bundeswehrführung wirft er vor, sie habe es versäumt, klarer zwischen Geschichte und Tradition zu unterscheiden.

Hier geht es zum Text….

Hamburg bleibt hart

Im Zuge der neuerlichen Verschärfung der Pandemieregelungen wurde bundesweit entweder der Beginn der Weihnachtsferien vorgezogen oder zumindest die Anwesenheitspflicht ausgesetzt. Wie einige andere Bundesländer entschied sich Hamburg für Letzteres: Die Schulen bleiben geöffnet, wenn auch Fernunterricht das erklärte Ziel ist.

Warum?